Inspirierende Geschichten von echten Sparhelden

Sparen für Ihr Wohneigentum

Beim ersten Haus- oder Wohnungskauf muss man viele Kosten stemmen. Yael weiß darüber alles und hat sich deshalb ein konkretes Sparziel gesetzt. Wie geht diese Sparheldin vor? Erfahre mehr im Video oder lies das Interview.

Interview

Lesezeit: 6 Minuten

Yael (21) träumt vom Eigenheim. Sie hat ein Mehrkontenmodell konzipiert, um das benötigte Geld rasend schnell zusammenzusparen.

„Ich arbeite seit drei Jahren als Stewardess und versuche sparsam zu leben. Viele meiner Freundinnen studieren noch und das hilft, denn wir treffen uns oft zu Hause, schauen zusammen einen Film, essen Chips und relaxen. Viele Gleichaltrige, die schon arbeiten, geben jeden Monat ihr ganzes Gehalt aus. Davon halte ich gar nichts. Ich würde mich unglaublich ärgern, wenn ich in 5 Jahren nichts angespart hätte. Ich hoffe, dass ich dann schon in meiner eigenen Wohnung lebe. Danach möchte ich meine Hypothek möglichst schnell abbezahlen, damit ich keine Wohnkosten mehr habe. Wenn ich das geschafft habe, habe ich für den Rest meines Lebens keine Geldsorgen mehr. Vielleicht wirkt es verrückt, dass ich mir in meinem Alter schon solche Gedanken mache, aber ich habe mir dieses Ziel bewusst gesetzt. Ich stelle mir das fantastisch vor.

Ich habe mir ein System zum Sparen ausgedacht, das für mich gut funktioniert. Wenn ich mein Gehalt bekomme, verteile ich es auf drei Konten. Ein Konto habe ich für meine laufenden Kosten, für den Unterhalt, meine Autoversicherung und solche Sachen. Dann habe ich ein Konto für das Geld, das ich für mich ausgeben darf. Davon kann ich zum Beispiel shoppen gehen oder etwas mit Freunden unternehmen, denn ich will mein Leben natürlich auch genießen. Dafür plane ich 500 € pro Monat ein. Den Rest, ungefähr 900 €, spare ich. Auch alle finanziellen Extras zahle ich auf das Sparkonto ein. Vor kurzem habe ich zum Beispiel Geld vom Finanzamt zurückbekommen, das habe ich dann sofort auf mein Sparkonto überwiesen. Ich fand es großartig, meinen Saldo plötzlich so schnell anwachsen zu sehen. Ich habe das Sparkonto extra bei einer anderen Bank eröffnet, damit es strikt getrennt ist von meinem anderen Konto. So wird die Verlockung, das Geld doch auszugeben, verringert. Die Überweisung dauert einen Tag, das hilft auch. Impulskäufe vom Sparkonto zu tätigen, geht deshalb nicht.

Ich wohne in Wassenaar, einem der teuersten Dörfer der Niederlande. Wir wohnen zwar nicht in einer Villa, ganz bestimmt nicht, sondern in einem normalen Haus, aber die Preise sind hier sehr hoch. In Wassenaar werde ich mir kein Eigenheim leisten können, in Den Haag vielleicht schon. Dort kann man noch für ungefähr 150.000 € ein Appartement kaufen. Ich möchte 10% des Kaufpreises für Maklerkosten und andere Zusatzkosten sparen. Das bedeutet, dass ich 15.000 € benötige. Außerdem möchte ich auch Geld für Notfälle sparen, falls beispielsweise das Dach plötzlich leckt oder mein Auto repariert werden muss. Das Haus möchte ich natürlich auch schön einrichten, ich bin ein großer Fan des Landhausstils, ich mag den Stil von Ariadne at Home. Auf Pinterest speichere ich Bilder von Dingen, die ich schön finde. Natürliche Materialien, schöne Kissen und Stühle. Ich weiß genau, was ich will.

Meine Mutter findet meinen Plan sehr gut. Sie ist eine alleinstehende Mutter mit 4 Kindern, wovon 3 noch zu Hause wohnen. Sie muss alle Kosten allein stemmen und ermutigt mich, finanziell unabhängig zu werden. Mein Opa und meine Oma sind stolz auf mich, sie geben mir praktische Tipps und fragen regelmäßig, wie es auf meinem Sparkonto aussieht. Ich spreche da nicht mit jedem drüber, aber mit meinen Großeltern schon. Ich darf sie auch alles zu ihrer finanziellen Situation fragen. Wie sparen sie? Wie viel Geld zum Einkaufen planen sie ein? Ich schaue auch Vlogs, denn Erfolgsgeschichten von anderen helfen mir dabei, durchzuhalten. Siehst du, sie haben es auch geschafft! Dann denke ich: Das kannst du auch!

Manchmal sehe ich in meinen Gedanken schon vor mir, wie es sein wird. Wie ich meine Unterschrift unter den Kaufvertrag setze und den Schlüssel zum ersten Mal ins Schloss stecke. Meine eigene Wohnung. So cool! Samstagabends können all meine Freundinnen vorbeikommen, wir essen leckere Snacks und trinken Wein. Die Leute denken dann bestimmt: Wie macht sie das? Sie ist so jung und hat schon eine eigene Wohnung! Dann kann ich erzählen, dass ich das ganz allein geschafft habe, jeden Euro habe ich selbst gespart. Und ich werde erzählen, wie stolz ich darauf bin. Ich glaube, dass man oft mehr erreichen kann, als man denkt – man muss einfach ein Ziel haben und motiviert bleiben.“

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